Warum ich mich für mehr Minimalismus in meinem Leben entschieden habe? Mit dem Umzug nach Berlin wurde mir erstmals so richtig bewusst, wie viel Kram ich eigentlich habe. Nicht nur die KrimsKrams Schublade, die soweit ich weiß fast jeder hat, sondern auch Klamotten, Kissen und sogar Möbel. Wozu brauche ich eigentlich 3 Isomatten, 6 Übergangsjacken und Bücher die ich nie gelesen habe und auch nie lesen werde?

Ich dachte bis dato, ich hätte keine große Probleme mich von Sachen zu trennen, weil ich auf Materielles gar nicht so viel Wert lege. Allerdings hing und hängt mein Herz trotzdem an Dingen, die sich über die Zeit angesammelt haben. Und dann hat man irgendwann auch gar nicht mehr auf dem Schirm, wie viel da zusammenkommt. Je mehr Zeug man hat, desto größer ist auch der Ballast der sich anhäuft. Spätestens mit einem Umzug wird klar, dass man diesen ganzen Schei* überhaupt nicht braucht. ich hatte das Gefühl an meinem ganzen Kram zu ersticken. Es war unumgänglich mich von dem Krempel und dem damit verbundenen Stress zu befreien.

Natürlich kommt immer einiges zusammen und man kann nicht sagen, dass es einem grundsätzlich schlecht oder schlechter geht, nur weil man keinen Minimalismus lebt. Zum sich wohl oder unwohl fühlen, gehört noch mehr. Allerdings habe ich gemerkt, dass dies für mich eine große Rolle in Sachen Selfcare und sich wohlfühlen spielt.

Minimalismus Katkteen

Minimalismus: Was kann weg?

Wie schon gesagt: Ich hatte echt viel Zeug. Zu viel. Und wenn ich sage Zeug meine ich tatsächlich diesen ganzen Ramsch, den man überhaupt nicht braucht, aber es fälschlicherweise irgendwie doch denkt. Mich überkam das dringende Bedürfnis alles rauszuschmeißen. Beispielsweise war mein Berg an Kosmetik- und Pflegeprodukten immens. Aber wie trenne ich mich jetzt von alldem? Beim Aussortieren orientierte ich mich an folgenden Punkten:

  • Von allem nur eins: Auch wenn es schwer fällt – doppeltes auf jeden Fall Aussortieren. Niemand braucht wirklich 4 verschiedene Deos, 2 Glätteisen und 10 Kuscheltiere
  • Die 6-Monate-Regel: Hatte ich diese Jacke eigentlich in den letzten Monaten an? Seit wann habe ich dieses Buch schon und habe ich ganz ehrlich vor, es zu lesen? Nein? Weg damit.
  • Vermissen oder vergessen: Wenn ich dieses und jenes wegwerfen/verschenken oder verkaufen würde – würde ich es in den darauffolgenden Monaten vermissen oder vergessen?
  • Die Notwendigkeit des Besitzes: Die wichtigste Fragen lauteten natürlich immer: Brauche ich das wirklich, benutze ich das regelmäßig oder hat es tatsächlich einen emotionalen Wert für mich? Und wenn ich diese Frage ganz ehrlich beantwortet habe, lautete die Antwort in 8 von 10 Fällen Nein.

Ich weiß, diese Phrase ist extrem abgedroschen, passt aber perfekt: Weniger ist mehr. Es ist einfach so. Meine Minimalismus Mission hat sich absolut ausgezahlt. Ich lebe unbeschwerter, seitdem der Ganze Krempel weg ist. Je weniger man hat, desto mehr ist man. Außerdem lernt man, die Dinge die man besitzt, viel mehr zu schätzen. Ich überlege ab jetzt immer 4 Mal, ob ich, egal welchem Ding, ein Plätzchen in meinem Leben geben soll. Außerdem geht Qualität meiner Meinung nach schon immer über Quantität.

“Alles was du hast, hat irgendwann dich”

Tyler Durden

Wenn du wie ich Ballast loswerden möchtest, aber nicht genau weißt, wo du anfangen sollst, habe ich hier einen wie ich finde sehr hilfreichen und ausführlichen Artikel für dich: Minimalismus für Anfänger 13 Tipps, wie es leichter geht. Lets do this!