Vor zwei Wochen Woche ging es für meinen Freund und mich nach Irland: Hiking- & Herbstrurlaub. Weil ich so begeistert war und immer noch bin und niemandem auch nur ein Detail vorenthalten möchte, werde ich meine Irlandreise in zwei seperate Beiträge teilen: In diesem hier wird es um meine Naturerlebnisse gehen. Ich bin eigentlich nicht spirituell, aber das hat mir meinen Geist und mein Herz geöffnet.

“Wir sind so gerne in der freien Natur, weil diese keine Meinung über uns hat.”

Friedrich Nietzsche

Hiking in Irland klingt vielleicht erstmal nicht ganz so spannend, trotzdem kennt man es: Nachdem man sich körperlich betätigt hat, fühlt man sich einfach besser. Außerdem gibt es einem noch viel mehr, wenn die Umgebung stimmt und was die Landschaft angeht, spielt Irland meiner Meinung nach schon bei den ganz Großen mit.

Das Laufen in der Natur ist ein optimaler Ausgleich zum dreckigen Stadt- und Büroleben. Und diesen hatte ich ganz dringend nötig. Wie einem bewusst werden kann, dass man in seinem Alltag nicht mal richtig atmen kann, sobald man sich in ländliche Gegenden begibt – faszinierend. Deswegen teile ich diese hier: Meine top 3 Hiking Touren in Irland.

Nationalpark in Irland: Die Wicklow Mountains

Unser erster Stopp war in einem süß eingerichteten Bed&Breakfast in Bray Nähe des Nationalparks Wicklow Mountains. Dieser war ein landschaftliches Highlight. Alleine der Weg mit dem Auto zur ersten Hiking-Tour war der Wahnsinn. Bergig und super schöne Aussichten.

Die Route die wir uns aussuchten, war als mittelschwer eingestuft. Es war ein Rundweg um einen tief gelegenen See. Dafür dass wir beide eine Herausforderung suchten, aber eigentlich ziemliche Amateur-Wanderer waren, schien das sehr gut zu passen. Gute 4 Stunden waren wir unterwegs. Es ging ziemlich weit hoch, die Aussicht war gigantisch. Das war unsere erste große Wanderung, mit ein bisschen Bergsteigen dabei. War nicht unbedingt gefährlich, aber ganz schön anstrengend. Wege waren teilweise durch Holz angelegt, trotzdem war ich extrem froh über meine Wanderschuhe, die ich mir für den urlaub zugelegt hatte. Obwohl wir außerhalb der Saison unterwegs waren, trafen wir auf überraschend viele weitere Menschen.

Extrem windig wurde es, je weiter wir den Berg hoch stiegen und im Regen hätten wir das vielleicht gar nicht, oder nur sehr langsam gepackt. zum Glück war das Wetter ziemlich gut, bisschen Woken viel Sonne und nur kurz ziemlich grau. Aber das mag ich ja schon auch sehr gerne. Leider begann gegen Ende meine rechte leiste ein wenig zu zicken und wir mussten ein paar mehr Pausen einlegen, was aber eigentlich auch kein Problem war. Alles in allem ein wunderschöner Auftakt und intensives Erleben der großartigen Natur Irlands. Mehr Informationen zu der Route an sich findet ihr hier.

Der Connemara Natinalpark: Diamond Hill

Die zweite Hiking Tour machten wir im Westen Irlands, im wunderschön wilden Connemara Nationalpark. Der Trail ging auf den Diamond Hill. Absolut empfehlenswert für alle, die auch Hiking in Irland vorhaben. Im Vergleich zur ersten, war diese meines Empfindens nach weniger anstrengend und bezogen auf die Landschaft und die Aussicht sogar noch ein bisschen schöner.

Hier waren viel weniger Menschen unterwegs, tatsächlich begneten wir auf der ca. dreistündigen Wanderung nur einer Hand voll Menschen, was ich sehr angenehm fand. Dieser war wirklich das Highlight unter den Highlights. Wahrscheinlich auch weil er zwar anstrengend aber perfekt machbar für mich war. Nicht ganz so steil wie der Wicklow-Mountains-Trail und ausgeglichen flache und ansteigende Wege. Mehr Informationen zu dem Trail findet ihr hier auf der Website von outdooracive.

Der heilige Berg Crough Patrick

Die dritte Tour ging auf den Crough Patrick, Irlands heiliger Berg. Dieser war extrem steil und tatsächlich auch ansatzweise gefährlich. Ich würde sagen, wir haben diesen Berg tatsächlich bestiegen. Weniger Laufen, mehr klettern. Die Wege auf diesen Berg gingen in konstanter Steigung und je weiter wir gingen, desto steiler wurde es. Gegen Ende krakselten wir nur noch mit Mühe und Not die riesigen Geröllhaufen nach oben. Dieser Berg hatte es wirklich in sich, auch wenn er “nur” 800 Meter hoch ist.

Interessant war hier auch die Geschichte des Bergs, mit der ich mich zugegeben davor so gar nicht beschäftigt hatte. Weil diese hier komplett wieder zu geben den Rahmen des Beitrags sprengen würde, hier ein weiterführender Link über die Geschichte des Crough Patrick.

Alles in allem kann ich Hiking in Irland wirklich jedem ans Herz legen. Ich bin überzeugt davon, dass Natur im Allgemeinen und sich in ihr zu bewegen unterschätzt wird. Anstrengung hin oder her: ich würde dies jederzeit wiederholen wollen, weil es so einfach und gleichzeitig wunderschön befreiend ist.

Was du sonst noch in Irland erleben kannst findest du in meinem Beitrag “Urlaub in Irland: Teil 2