Mission Happyness: Der Sommer ist zu Ende, die Tage werden wieder kürzer. Es wird kalt und ungemütlich draußen. Alle die mich kennen wissen, dass meine Laune unter diesen Umständen sehr leidet. Meine Motivation sinkt von Woche zu Woche. Alles was schief geht wird doppelt und dreifach gewichtet – kurzum: Es geht mir einfach nicht gut, da sind Dramatisierungen und Co. vorprogrammiert. In solchen Zeiten sollte Selbstfürsorge groß geschrieben werden. Nichts hilft mehr, als ein liebevoller Umgang mit sich selbst.

Ich kann diese Zustände gar nicht leiden. Das Gute daran ist: Ich bin mir dessen bewusst und nehme es nicht einfach so hin. Selbstmitleid kann jeder, bringt aber niemandem etwas. Mir wird derzeit immer mehr klar, dass ich Maßnahmen ergreifen muss, um mir mein Leben in Herbst- und Winterzeiten erträglicher zu machen.

Auch wenn das was ich euch und mir selbst hier schreibe keine bahnbrechenden Neuigkeiten sind, finde ich es doch hilfreich. Zu lesen, dass Menschen wie ich mit Ähnlichem zu kämpfen haben und etwas dagegen tun möchten, motiviert. Dazu kommt, dass es auch hilft, Sachen aufzuschriben und auszuformulieren. Dieser Beitrag ist für mich also auch mehr oder weniger Motivationsstütze und Verarbeitungsprozess.

Selfcare von innen und außen

Ich bin der faulste Mensch der Welt. Ehrlich. In den kalten Jahreszeiten noch viel mehr als sonst. Weil ich aber genau weiß, dass Bewegung, insbesondere Sport, Körper und Geist guttut, habe selbst ich mich tatsächlich aufgerafft und mich in einem Fitnessstudio angemeldet. Wenn man den ganzen Tag im Büro sitzt, abends nach Hause kommt und direkt in die Horizontale geht, hat das Konsequenzen.

Fitness ist die eine Sache. Nicht nur, dass ich mich bis jetzt viel zu wenig bewegt habe, ich habe mich auch noch extrem schlecht ernährt. Ein Vollzeit Job kostet viel Zeit und Energie. Diese fehlt mir um gesund zu essen, beziehungsweise mich darum zu kümmern. Trotzdem kann ich mich darauf nicht ausruhen. Ich habe beschlossen, meinem Körper schnelles und ungesundes Essen nicht mehr zuzumuten. Ich weiß, dass mir das extrem schwer fallen wird. Jetzt heißt es Zeit und Motivation zusammenkratzen und das tun, was getan werden muss: (vor)kochen. Okay ist es meiner Meinung nach natürlich trotzdem, wenn man sich hin und wieder richtig gönnt. Was auch unbedingt sein muss. Leckeres essen ist meiner Meinung nach ein riesen Glücksfaktor. Trotzdem sollte man bewusst genießen und nicht nur nebenbei alles schnelle „leckere“ einfach inhalieren.

Meine Tageslichtlampe habe ich bis jetzt nur sehr selten benutzt. Meine Mutter hatte sie mir vor ein paar Jahren geschenkt, weil Sie gemerkt hat, wie sehr mir das Tageslicht fehlt und was für Auswirkungen das hat. Den Vitamen-D Haushalt zu regulieren geht nicht nur mit Nahrungsergänzungsmitteln. 15 Minuten pro Tag vor der Tageslichtlampe sitzen kann da schon helfen. Ich bin zugegeben noch nicht zu hundert Prozent überzeugt, aber schaden tut es mit Sicherheit nicht.

Körperpflege – ich weiß nicht, ob es nur mir so geht: In manchen Zeiten lasse ich mich selbst gehen, obwohl mir sehr wohl bewusst ist, dass wenn ich meinen Körper pflege, es einen wirklich positiven Einfluss auf mich hat. Die Devise lautet also: Ab in die Wanne, Peelings benutzen, eincremen, Maske machen, laaange Zähne putzen, schminken und Co. Für manche ist sowas absolute Routine. Mir fällt das manchmal gar nicht so leicht. Dabei ist es super wichtig, seinen Körper nicht zu vernachlässigen.

Die richtige Einstellung

Floskeln wie “Ist doch nicht so schlimm, denk positiv” hat jeder schon Mal gehört. Diese sind zwar gut gemeint, aber leider überhaupt nicht hilfreich. Es sei denn, sie kommen nicht von außen, sondern von Innen. Ich selbst habe die nervige Angewohnheit, negativen Gefühlen und Gedanken extrem viel Wert beizumessen, diese auszubauen, weiterzuspinnen und zu einem riesigen lähmenden Komplex wachsen zu lassen. Das ist total destruktiv. Weil sich selbst runterziehen alles noch viel schlimmer macht, ist es extrem wichtig, Probleme und negative Gedanken so objektiv wie möglich und mit Abstand zu betrachten.

Natürlich darf es einem auch mal schlecht gehen – das sollte es auch. Negative Gefühle gehören genau so zum Leben wie positive. Das ist vollkommen okay, solange es sich nicht über einen langen Zeitraum ausdehnt und dir dein Leben schwer macht.

Der Fokus ist extrem wichtig. Es geht mir nicht gut und das ist auch okay. Allerdings werde ich versuchen, etwas an meinem Zustand zu ändern. Da muss der Fokus liegen. Wo kommen die Probleme her? Was kann ich dagegen tun? Die Antwort ist bestimmt nicht, sich dem Strudel mit negativen Gedanken und Gefühlen hinzugeben.

Der erste wichtige Schritt ist also aufmerksam zu sein. Wenn du merkst, dass es dir nicht gut geht, versuche herauszufinden, warum das so ist. Wo liegen die Defizite? Was brauchst du? Was musst du verändern? Wenn du weißt was dir fehlt, oder was nicht gut läuft, kannst du kleine oder auch größere Maßnahmen oder Veränderungen vornehmen, die dir helfen, dich zu stabilisieren.

Vielleicht auch interessant: Hier findest du einen Beitrag von mir zum Thema Einsamkeit.

Folgende Punkte helfen mir, mich besser zu fühlen. Diese werden zwar wahrscheinlich nicht dein Leben verändern, aber deinen Alltag eventuell ein klein bisschen schöner machen:

  • Bewusst genießen. Egal, ob die morgendliche Tasse Kaffee, leckeres Essen, frische Luft, gute Musik, … kleine Freuden im Alltag achtsam wahrnehmen.
  • Singen und Tanzen. Mit inbrunst singen macht Freunde und Bewegung ist wichtig. Da muss sich nicht zwingend im Fitnessstudio angemeldet werden um den Körper auf Touren zu bringen
  • Körperkontakt. Früher als ich noch zu Hause gewohnt habe, wurde ich täglich von meiner Mutter umarmt. Es kann wirklich helfen, einfach mal gedrückt zu werden. Wenn du die Möglichkeit hast, ist das auf jeden Fall ein kleiner aber nachhaltiger Glückmoment. Auch zu einer Massage zu gehen ist hilfreich und entspannt. Körperkontakt hat nachweisliche Auswirkungen auf Wohlbefinden und Gesundheit.
  • Zeiteinteilung. Seitdem ich Vollzeit arbeite, ist mir zwangsläufig bewusst geworden, wie kostbar meine Freizeit ist, weil ich nur noch wenig davon übrighabe. Diese muss gut eingeteilt werden, damit so wenig wie möglich davon verschwendet wird. Natürlich muss hier nicht zu streng getaktet werden, aber für mich ist dies ein sehr wichtiger Punkt um mir selbst Struktur und Sicherheit geben.

Weiterführend habe ich hier einen sehr schönen Beitrag zum Thema gelebte Selbstfürsorge auf der Seite Glücksdetektiv gefunden.