Eines meiner kleineren Sommerhighlights war der Tagesausflug zu den Gärten der Welt. Meine Familie war derzeit für ein paar Tage in Berlin zu Besuch – Mama, Dieter, Oma und ich sind Naturliebhaber, somit war das der perfekte Plan für einen Familienausflug. Berlin ist zwar im Vergleich zu anderen Großstädten sehr grün, aber manchmal fehlt mir doch die Natur um mich rum. Ich bin ein großer Wald-, Wiesen-, Pflanzen- und Wasserfan.

Meine Freundin P. hatte mir von den Gärten der Welt erzählt – ich konnte mir zugegeben nicht wirklich etwas darunter vorstellen. Die Bilder, die P. mir dann aber zeigte, überzeugten mich sofort.

Zu den Gärten der Welt gibt es drei Eingänge. Wir nahmen den Eingang Kienbergpark um mit der Seilbahn zu fahren. Allein das war schon ein Erlebnis. Wir tuckerten in der Gondel über einen riesigen sehr grünen Berg mit der Sicht auf die dicksten Plattenbauten Marzahns am Horizont. So Kontraste finde ich immer super.

Grün, grün, grün…

Das Wetter war super, strahlend blauer Himmel. Die Parkanlage mit den unterteilten Gärten erstrahlten in aller Pracht. Um die Zeit, also sehr später Frühling, waren sie im wahrsten Sinne des Wortes in ihrer Blütezeit. Der japanische Garten wie aus Disneys “Mulan”, mit einem großen Teich und noch größeren Kois darin, der orientalische Garten mit Mosaik Täfelungen an Säulen und Mauern. Kleine Wege, verschiedene Springbrunnen und natürlich Pflanzen in allen möglichen Formen und Farben. Außerdem riesige Rhododendron Büsche und Tulpenfeldern.

Figuren, Frösche und Fische

Skulpturen von Drachen und sonstigen Figuren gab es eine Menge. Vor allem in den japanischen und koreanischen Gärten. An Tieren mangelte es auch nicht. Fast alle Teiche waren mit laut quakenden, super süßen Fröschen bestückt. Schwäne, Enten, Vögel, Fische – mich als Tierliebhaber hat das natürlich doppelt begeistert.

Mein Highlight im Highlight wa ein riesiges Gewächshaus mit exotischen Pflanzen im Überfluss. Viele konnte ich gar nicht zuordnen. Blätter so groß wie Kühlschranktüren, frei wachsende Orchideen und überall Farne. Dieses Gewächshaus war ein einziger botanischer Garten, vollgestopft mit kleinen Sensationen. Ich war hin und weg.

Prädikat: Tadellos erstklassig

Alles in allem kann ich einen Besuch in den Gärten der Welt jedem empfehlen, der gerne Zeit im freien verbringt, an Natur und vor allem auch Kulturen interessiert ist. Wer eher an städtischer Kunst und Lost-Places Atmosphäre interessiert ist schaut am besten beim Berliner Teufelsberg im Ortsteil Grunewald (Charlottenburg) vorbei, einer alten Abhörstation, aus der eine großartige kunstlastige Location gezaubert wurde.